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Mira war allein in ihrem kleinen Zimmer. Auf dem Tisch lag ein Umschlag. Das Papier war alt und hell. Mira kannte das Zeichen von Meisterin Elva. Sie nahm den Brief und öffnete ihn vorsichtig.
Im Brief stand eine dringende Nachricht. Das Licht des Mondturms würde um Mitternacht ausgehen. Dann konnte es das Tal nicht mehr schützen. Meisterin Elva musste vorher die Einladung bekommen und die Zeremonie beginnen. Mira las den Brief noch einmal. Jetzt verstand sie, warum der Brief heute zum Turm musste.
Unten auf dem Papier war noch Platz. Mira nahm einen Stift. Sie schrieb ihren Namen auf das Papier. Danach schrieb sie die Zeit der Lieferung dazu: heute Abend, mit dem letzten Zug. So konnte Meisterin Elva sehen, dass die Nachricht echt war. Mira faltete den Brief und legte ihn wieder in den Umschlag.
Da klopfte es an der Tür. Taro kam herein. Er arbeitete am Bahnhof und kannte die Züge genau. „Der letzte Zug zum Mondturm fährt heute“, sagte er. „Danach fährt kein Zug mehr über die Berge.“ Mira sah zum Fenster. Hinter dem Dorf lagen die dunklen Berge. Sie war noch nie allein so weit gereist.
Mira hielt den Umschlag fest. Sie hatte Angst vor dem Weg und vor der Nacht. Aber sie wollte das Tal nicht ohne Schutz lassen. „Dann fahre ich heute“, sagte sie. Taro nickte. „Ich komme mit. Wir müssen sofort zum Bahnhof gehen.“
Mira prüfte den Umschlag noch einmal. Ihr Name und die Lieferzeit standen auf dem Papier. Die Einladung war fertig. Sie steckte sie sicher ein und ging mit Taro zur Tür. Draußen gingen sie sofort zum Bahnhof. Dort würden sie den letzten Zug zum Mondturm nehmen.
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