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Auf der Marktstraße von Lichthafen waren viele Menschen unterwegs. Händler riefen ihre Preise, und kleine Lampen leuchteten vor den Ständen. Mira ging mit ihrem Bruder Taro durch die Straße. Unter ihrem Arm trug sie ihr altes Zauberbuch.
Plötzlich wurde die große Stadtlaterne in der Mitte der Stadt schwach. Ihr warmes Licht wurde schwächer und blasser. Die Stimmen auf der Straße verstummten. Dann wurden die Leute unruhig und sahen zur Laterne hinauf.
Ein Händler griff nach seinem Tuch und sah Mira mit großen Augen an. „Das ist noch nie passiert“, sagte er. „Die Laterne ist noch nie schwächer geworden.“ Taro zeigte auf Miras Buch. Auf dem alten Einband leuchtete ein kleines Zeichen. „Mira, hier ist etwas“, sagte er leise.
Mira wollte das Buch öffnen, doch es öffnete sich von selbst. Die Seiten bewegten sich, obwohl kein Wind wehte. Auf einer leeren Seite erschienen helle Worte: „Gehe vor Mitternacht in die Bibliothek.“ Mira las die Nachricht zweimal. Das Zeichen auf dem Einband leuchtete weiter.
Über der Straße wurde die Laterne noch dunkler. Einige Leute liefen nach Hause. Andere blieben stehen und flüsterten. Taro nahm Miras Hand. „Was sollen wir tun?“ Mira schloss das Buch vorsichtig. „Wir finden die Ursache zusammen“, versprach sie. „Ich passe auf dich auf.“
Mira und Taro gingen los. Das erwachte Zauberbuch lag sicher in ihren Händen. Hinter ihnen blieb die Marktstraße voller Angst und Fragen. Über der Stadt flackerte die schwache Laterne weiter. Beide gingen zur Bibliothek, bevor es Mitternacht war.
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