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Anna und Lukas kamen am späten Nachmittag in dem abgelegenen Hotel an. Vor dem Haus lag schon Nebel über dem Dorf. Lukas stellte sein Gepäck auf den Boden. Anna sah zum dunklen Wald hinter den Häusern. Der Nebelwald begann direkt am Rand des Dorfes.
An der Rezeption begrüßte Frau Keller die beiden. Sie war die Besitzerin des Hotels. „Sie sind unsere neuen Gäste“, sagte sie freundlich. „Ihr Zimmer ist oben.“ Dann sah sie kurz zum Fenster. Der Himmel war grau, und in der Ferne hörte man leisen Donner.
Anna bemerkte, dass Frau Keller sehr besorgt war. Sie fragte: „Ist etwas passiert?“ Frau Keller nickte. Ben, ein Junge aus dem Dorf, war früher in der Nähe des Hotels gewesen. Danach war er in Richtung Wald gegangen. Er war noch nicht zurückgekommen. Seine Familie wartete auf ihn und machte sich große Sorgen.
Lukas ging einen Schritt näher. „Kennt Ben den Wald?“ fragte er. „Er kennt einen Teil davon“, antwortete Frau Keller. „Aber heute kommt ein Sturm. Wir müssen ihn finden, bevor der Sturm das Dorf erreicht.“ Durch das Fenster sah Anna wieder den Nebel. Er wurde dichter und bewegte sich zwischen den Bäumen.
„Wir können suchen“, sagte Anna. Lukas nickte sofort. „Wir warten nicht bis morgen.“ Frau Keller wollte zuerst die nötigen Sachen holen, aber Anna und Lukas gingen mit ihrem Gepäck in ihr Zimmer. Sie wollten nur kurz ihre Jacken und festen Schuhe nehmen. Dann wollten sie Frau Keller wieder an der Rezeption treffen.
In ihrem Zimmer stellte Anna die Tasche auf das Bett. Lukas zog seine Jacke an und prüfte seine Schuhe. Anna nahm eine Lampe und öffnete die Tür. Beide waren nun bereit, nach Ben zu suchen. Draußen wurde der Donner lauter, und über dem Nebelwald begann der Wind zu steigen.
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